Hinweise zur Mundhygiene*
*diese Empfehlungen gelten nicht für Kinder unter 6 Jahren.
Ein strahlendes Lächeln, ein Gebiss mit gesundem Zahnfleisch und kariesfreie Zähne - all das beschert Ihnen eine gute Mundhygiene.
Die Wissenschaft vermutet, dass eine gute Mundhygiene auch Herzkrankheiten, Lungenerkrankungen, Diabetes und den Schwangerschaftsverlauf positiv beeinflussen kann.
Auf den Zähnen bildet sich ständig ein bakterieller Belag. Ziel einer guten Mundhygiene ist es diesen Belag täglich zu entfernen.
Befolgen Sie diese Tipps für eine optimale Zahnreinigung:
Es ist empfohlen für die Zahnreinigung morgens und abends eine Schallzahnbürste oder eine Handzahnbürste mit weichen oder superweichen Borsten zu verwenden.
Verwenden Sie dazu vorzugsweise eine schonende Zahnpasta mit tiefem RDA.
Spucken Sie nach dem Zähneputzen den Schaum gut aus. Spülen Sie ihn nicht mit Wasser weg. Zahnpasten für Erwachsene haben bis zu 1450 ppm Fluorid. Dies tut den Zähnen gut!
Spülen Sie Ihre Zähne mittags mit einer fluoridierten Mundspülung. Diese schützt die Zähne, ohne dass das Zahnfleisch von zu vielemm Zähnebürsten verletzt wird.
Um Mundgeruch zu vermeiden, reinigen Sie täglich auch die Zunge. Dafür gibt es spezielle Zungenreiniger aus Kunststoff. Ebenfalls beeinflusst die Zwischenzahnreinigung den Mundgeruch.
Dem Zahnfleischbluten können Sie mit einer guten Interdentalreinigung vorbeugen. Verwenden Sie dazu Zahnseide, Interdentalstäbchen oder Interdentalbürstchen. Verwenden Sie diese jedoch nie mit Zahnpasta. Ein Mal pro Tag abends bringt Ihnen gesundes, festes Zahnfleisch.
Schöne Zähne sind nicht nur das Ergebnis einer guten Mundhygiene! Die Ernährungsgewohnheiten spielen eine ebenso grosse Rolle für die orale Gesundheit. Vermeiden Sie zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten. Zucker ist die beliebteste Nahrung von vielen in der Mundhöhle lebenden Bakterien, und gibt diesen optimale Energie um sich zu vermehren und Säuren zu bilden.
Trinken Sie Ihren Kaffee oder Tee ohne Zucker. Greifen Sie lieber zu Mineralwasser anstatt Süssgetränken. Süssgetränke enthalten viel Zucker und Säuren. Auch "light" Getränke, welche durch den Zuckerersatz nicht kariesfördernd sind, können sauer sein und begünstigen somit die Abtragung des Zahnschmelzes.
Falls Süsses sein muss: Geniessen Sie es lieber mit einer Hauptmahlzeit und reinigen Sie danach entweder die Zähne oder spülen Sie mit einer fluoridierten Mundspülung Ihren Mund.
Warten Sie mindestens eine halbe Stunde (besser noch eine Stunde) mit dem Zähneputzen nach sauren Nahrungsmitteln, wie Zitronensaft, Äpfeln, Grapefruits, Spinat und so weiter. Besser ist es mit einer fluoridierten Mundspülung zu spülen, um die von der Säure aufgelöste Oberfläche des Zahnschmelzes wieder zu mineralisieren.
Anstatt einer fluoridierten Mundspülung können Sie auch einen zahnschonenden Kaugummi kauen. Dieser regt den Speichel an, fördert damit die "oral clearance" und erhöht den pH-Wert der Mundflüssigkeit.
Tipps für die zahnschonende Ernährung:
Achten Sie auf versteckten Zucker. Dieser wird auf Inhaltsangaben unter anderem als Glucose, Dextrose, Fructose, Saccharose oder Maltose angegeben. Honig ist genauso kariogen wie Haushaltszucker.
Vermeiden Sie süsse Zwischenmahlzeiten.
Trinken Sie Ihren Kaffee oder Tee "pur". Oder ersetzen Sie den Zucker mit einem Zuckerersatz.
Säurehaltige Nahrungsmittel mit Milchprodukten gemischt sind praktisch unschädlich für die Zähne. Zitronensaft pur ist sehr erosiv. Mischt man ihn hingegen mit Joghurt, ist er praktisch unschädlich für die Zähne. Dies ist so, weil das Kalzium und Phosphat des Joghurts die Säure wegpuffern.
Ein Butterbrot mit Marmelade ist weniger kariesverursachend als ein Stück Brot ohne Butter und nur mit Marmelade. Das Fett der Butter bildet eine Schutzschicht um die Zähne.
Kaufen Sie fluoridiertes Kochsalz für den täglichen Gebrauch in der Küche. Dies gibt Ihnen und Ihrer Familie die Grundversorgung an Fluorid, und reduziert damit das Risiko für Karies.
Ein Fluoridgel oder -gelée gehört ebenfalls zu einer ausreichenden Mundhygiene. Dies ist ein intensiver Schutz gegen Karies, Erosionen, Abrasionen und Attritionen.
Das Elmex Gelée enthält ein Aminfluorid und wirkt hervorragend gegen Karies und Erosionen. Häufig wird es bei Jugendlichen empfohlen. Das Gelée wird entweder ein Mal oder bis zu drei Mal pro Woche nach dem Zähneputzen auf den Zähnen aufgetragen. Danach sollte es ausgespuckt und nicht ausgespült werden.
ParoFluorGelée und Paro Amin Fluor Gelée sind auch zwei hochdosierte Fluoridgelées. Sie werden gleich wie das Elmex Gelée angewendet.
Bei Patienten mit Zahnfleischrezessionen und/oder Zahnhalsüberempfindlichkeit empfiehlt sich das Emofluor Gel, ein Gel mit Zinnfluorid. Dieses schützt vor allem die freiliegenden Wurzeln gegen Karies und wirkt gegen Reize, die den Nerv irritieren.
Das Emofluor Gel wird am besten mit dem Finger auf der Zahnoberfläche einmassiert. Auch hier gilt: Nicht mit Wasser nachspülen!
